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Gesamtwirtschaftliches Risiko und Risiken aufgrund globaler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Aktuell ergeben sich noch immer erhebliche Unsicherheiten, insbesondere aus einer möglichen weiteren Verschlechterung der globalen makroökonomischen Aussichten. Das ‒ auch auf den Ukraine-Krieg zurückzuführende inflationäre Umfeld bedingt weiterhin unter anderem das Risiko von deutlichen Kostensteigerungen für Energie, Material und Versorgung sowie Transport. Dieses Risiko ist jedoch zurückgegangen, im Wesentlichen aufgrund der Berücksichtigung erwarteter zusätzlicher Kosten in die Unternehmensplanung und einer tendenziellen Entspannung der Lage auf einzelnen Beschaffungsmärkten, insbesondere demjenigen für Energie.

Mit der Dekonsolidierung der Fresenius Medical Care beliefen sich die Vermögenswerte des Fresenius-Konzerns zum 31.12.2023 in Russland und der Ukraine auf weniger als 1 % der gesamten Vermögenswerte des Fresenius-Konzerns. Die direkten Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf das verbleibende Geschäft von Fresenius sind somit begrenzt.

Trotzdem geht der Ukraine-Krieg weiterhin mit einer sehr ausgeprägten allgemeinen Bedrohungslage für die Cybersicherheit einher, insbesondere von kritischen Infrastrukturen, wie Gesundheitseinrichtungen, in Ländern, welche die Ukraine unterstützen. Das Risiko von Cyberangriffen auf unsere Systeme und Daten ist nach wie vor erhöht.

Generell ist Fresenius von Konjunkturschwankungen in geringerem Maße betroffen. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach unseren lebensrettenden und lebenserhaltenden Produkten und Dienstleistungen weiterhin wächst.

Zudem strebt Fresenius eine ausgewogene Verteilung des Geschäfts in den wichtigsten Regionen der Welt und zwischen etablierten und Schwellenländern an. Die Risikosituation unserer Unternehmensbereiche hängt insbesondere von der Entwicklung der für sie relevanten Märkte ab. Daher beobachten und bewerten wir auch die länderspezifischen politischen, rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgfältig, insbesondere im gegenwärtigen makroökonomischen Umfeld. Dies gilt beispielsweise für unsere Forderungsbestände in Staaten, die aufgrund ihrer Verschuldung Haushaltsprobleme haben oder Hyperinflation ausgesetzt sind.

Insgesamt könnten sich die genannten Faktoren negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Aus der globalen Wirtschaftsentwicklung ergibt sich trotz der genannten Auswirkungen aus heutiger Sicht kein bestandsgefährdendes Risiko für den Fresenius-Konzern.

Branchenrisiko

Von wesentlicher Bedeutung für den Fresenius-Konzern sind Risiken, die sich aus Veränderungen im Gesundheitssektor ergeben. Dabei handelt es sich vor allem um die Finanzierung der Gesundheitssysteme sowie die entsprechenden Erstattungssysteme und die Entwicklung neuer Produkte und Therapien.

Finanzierung der Gesundheitssysteme – Erstattungssätze und Preise

In unserem weitgehend reglementierten Geschäftsumfeld können sich Gesetzesänderungen, auch in Bezug auf Kostenerstattungen, einschneidend auf unseren Geschäftserfolg auswirken.

Nationale Versicherungssysteme sind sehr unterschiedlich finanziert. So basieren die Gesundheitssysteme in Europa und in den britischen Commonwealth-Staaten im Allgemeinen auf einem von zwei Finanzierungsmodellen: dem System mit einem obligatorischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag sowie dem überwiegend steuerfinanzierten System.

Im asiatisch-pazifischen Raum befindet sich die universelle Gesundheitsversorgung („Universal Health Care“) in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung, sodass sich die Erstattungsmechanismen von Land zu Land (und sogar von Provinz zu Provinz und Stadt zu Stadt) erheblich unterscheiden können. In Lateinamerika werden die Gesundheitssysteme von öffentlichen oder privaten Kostenträgern oder einer Kombination aus beidem finanziert.

Im Krankenhausmarkt in Deutschland soll das aktuelle System der rein mengenabhängigen Vergütung über Fallpauschalen in ein gemischtes Vergütungssystem überführt werden. So ist geplant, die Vergütung nach Fallpauschalen auf 40 % zu begrenzen. Durchschnittlich 60 % der Vergütung sollen zukünftig über sogenannte Vorhaltepauschalen (inklusive Pflegebudget) leistungsunabhängig verteilt werden. Diese Vorhaltekosten sollen die Fixkosten abdecken, die mit der Bereithaltung von Strukturen im Versorgungsgebiet der Kliniken verbunden sind. Die Belegung in den Kliniken erfolgt in erheblichem Umfang durch gesetzliche Krankenkassen und Rentenversicherungsträger. Der Fortbestand der Verträge mit diesen Institutionen beeinflusst daher den Erfolg von Helios Deutschland. Wir beobachten intensiv die gesetzgeberischen Aktivitäten und Planungen und arbeiten mit den staatlichen Gesundheitsorganisationen zusammen.

Im Rahmen des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) wurden die Pflegekosten ab 2020 aus den Fallpauschalen (DRG) herausgenommen und die Kosten der patientennahen Pflege über separate Pflegebudgets vollständig von den Krankenkassen erstattet. Bereits im Jahr 2021 wurde jede zusätzliche oder aufgestockte Pflegestelle am Bett vollständig von den Kostenträgern refinanziert und die Inklusionskriterien des Pflegebudgets wurden geändert.

Da die Verhandlungen mit den Kostenträgern größtenteils noch nicht abgeschlossen sind, ergibt sich hieraus ein potenzielles Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Zuordnung der Pflegekräfte zum Pflegebudget wurde an die aktuellen Definitionen von Pflegefachkraft und Pflegehilfskraft bzw. sonstige Berufe in der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) angepasst.

Ab dem Jahr 2025 werden im Pflegebudget für die Pflege am Bett nur noch Pflegekräfte, die über eine 1-3-jährige Ausbildung verfügen, finanziert.

Pflegehilfskräfte mit einer Ausbildung bzw. Weiterbildung von unter einem Jahr, werden ab 2025 nicht mehr über das Pflegebudget finanziert. Die Finanzierung erfolgt dann wieder pauschal im Rahmen der DRG-Vergütung.

Dem entgegen werden ab dem Jahr 2025 auch alle Hebammen und Entbindungspfleger im Rahmen des Pflegebudgets in Höhe der tatsächlichen Kosten finanziert.

Weiterhin können die Kliniken individuell einen Aufschlag von bis zu 4 % für Durchführung pflegeentlastender Maßnahmen vereinbaren. Das Krankenhaus muss dabei sowohl die Pflegeentlastung je Maßnahme beschreiben als auch die berechnete Einsparung kalkulieren. Dabei geht es regelhaft um digitale und technische Maßnahmen, die pflegerische Maßnahmen reduzieren oder unterstützen.

Auf dem deutschen Markt beobachtet Helios Deutschland einen generellen Trend zur ambulanten Behandlung, der zu einem geringeren Fallzahlwachstum bei den stationären Behandlungen führen könnte. Um diesem Trend Rechnung zu tragen, baut Helios Deutschland ambulante Angebote in einer eigenen Sparte aus. Ein Rückgang der Fallzahlen kann wesentliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft sowie unser operatives Ergebnis haben. Ein engmaschiges Nachverfolgen der Entwicklungen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich ermöglicht es, entsprechend agieren zu können.

Unsere private Klinikkette Quirónsalud in Spanien betreibt Krankenhäuser u. a. über PPP-Verträge (Public-Private-Partnership). Diese sind Teil des öffentlichen Gesundheitssystems in Spanien. Somit ist dem Unternehmen Verantwortung für die gesetzlich versicherten Bürgerinnen und Bürger Spaniens in bestimmten Bereichen der Gesundheitsversorgung übertragen worden. Dafür erhält Quirónsalud eine Vergütung in Form einer Pro-Kopf-Pauschale oder ein Entgelt für die jeweilige erbrachte Leistung.

Die Vergütung der Leistungen unserer Privatkliniken in Spanien und Lateinamerika erfolgt in wesentlichen Teilen über zeitlich befristete Verträge mit privaten Versicherungsgesellschaften. Eine Verschlechterung der Konditionen, der Verlust eines Vertrages oder die Zahlungsunfähigkeit eines Kostenträgers können einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Kliniken haben.

Einsparungen bei der Erstattung von Gesundheitsleistungen können sich ebenso negativ auf die Verkaufspreise der Produkte von Fresenius Kabi auswirken. Aufgrund des hohen Anteils des US-Marktes am Umsatz des Konzernsegments Kabi können vor allem Änderungen im staatlichen Erstattungssystem unser Geschäft erheblich beeinflussen.

Änderungen der Gesetzgebung, der Erstattungspraxis und der Gesundheitsversorgungsprogramme könnten den Umfang der Erstattungen für Dienstleistungen, den Umfang des Versicherungsschutzes und das Produktgeschäft beeinflussen. Dies könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Insgesamt wollen wir solchen möglichen regulatorischen Risiken über Leistungssteigerungen und Kostenreduktionen entgegenwirken.

Wettbewerb und Innovation

Im Bereich Gesundheitsdienstleistungen sind zahlreiche Wettbewerber tätig, von denen einige über beträchtliche Ressourcen in den Bereichen Finanzen, Marketing oder Forschung und Entwicklung verfügen können. Der Wettbewerb sowohl mit neuen als auch mit bekannten Wettbewerbern sowie insbesondere neue wettbewerbsfähige Entwicklungen und Innovationen im Bereich Technologie, Pharmazeutika und Versorgungsmodelle können die zukünftige Preisgestaltung und den Verkauf unserer Produkte und Dienstleistungen erheblich beeinträchtigen.

Ein verschärfter Wettbewerb, u. a. auch ausgelöst durch die Erholung namhafter Wettbewerber für generische I.V.-Arzneimittel nach Produktionseinschränkungen, insbesondere im US-Markt, kann sich weiterhin wesentlich nachteilig auf die Preisgestaltung und den Verkauf unserer Produkte und Dienstleistungen auswirken. Außerdem könnte die Einführung von Generika oder patentierten Medikamenten durch Wettbewerber Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis unserer Produkte haben.

Insgesamt ist der Gesundheitssektor durch Preisdruck (u. a. bei Tendergeschäften), Wettbewerb und Kosteneinsparungen gekennzeichnet. Dies könnte geringere Umsätze zur Folge haben und sich nachteilig auf unser Geschäft sowie unsere Finanz- und Ertragslage auswirken.

In den USA verkauft Fresenius Kabi nahezu alle injizierbaren pharmazeutischen Produkte mittels Vereinbarungen mit Einkaufskooperationen, sogenannten „Group Purchasing Organizations“ (GPOs) und Distributoren. Die GPOs haben auch mit anderen Herstellern Verträge abgeschlossen und der Bieterprozess ist sehr wettbewerbsintensiv.

Sollte es Fresenius Kabi nicht gelingen, die bestehenden Verträge aufrechtzuerhalten, oder sollten neue Verträge zu schlechteren Konditionen geschlossen werden, könnte dies negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben.

Ähnliche Entwicklungen hinsichtlich des Preisdrucks im Tendergeschäft sowie des zunehmenden Wettbewerbs und der Preissenkungen beeinflussen unser Geschäft in allen wichtigen Märkten in Asien. Eine weitere Ausweitung des „National Volume-based Procurement“ (NVBP) und des „Provincial Volume-based Procurement“ (PVBP) in China wird mit ein oder zwei Runden pro Jahr erwartet. Aufgrund der Richtlinie des chinesischen Staatsrats wird die Senkung der Arzneimittelpreise weiterhin eine der wichtigsten Maßnahmen sein, um die Kosten im Gesundheitswesen in einem stetig wachsenden Volumenmarkt weiter einzudämmen.

Des Weiteren haben in China Mitte 2023 landesweit Ministerien und Kommissionen einen einjährigen Fokus auf die Beseitigung von Korruption im Gesundheitssektor implementiert. Dies führt zu einer Verunsicherung in der Branche und insbesondere in der Ärzteschaft und damit derzeit zu einem starken Umsatzrückgang im Gesundheitssektor. Betroffen sind im Wesentlichen Produkte, die nicht in NVBPs oder PVBPs gelistet sind.

Diese Entwicklungen können auch zukünftig eine negative Auswirkung auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sollte es Fresenius Kabi nicht gelingen, durch z. B. Kosteneinsparungen und Effizienzgewinnen in der Vetriebsorganisation und in der Produktion diese Umsatzrückgänge auszugleichen.

Um unsere Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit Medizinerinnen und Medizinern, sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen. Wichtige technologische und pharmazeutische Innovationen sollen durch diese Zusammenarbeit frühzeitig aufgegriffen und weiterentwickelt werden, gegebenenfalls auch durch Anpassung unserer Unternehmensstrategie. Darüber hinaus sichern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit durch kontinuierliche Analysen unseres Marktumfelds und der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das Marktgeschehen, insbesondere die Produkte unserer Wettbewerber und Neueinführungen von zum Beispiel dialysebezogenen Produkten, wird umfassend beobachtet. Das Zusammenspiel der verschiedenen technischen, medizinischen und akademischen Einrichtungen unseres Konzerns sichert ebenfalls unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen oder die Entwicklung überlegener Technologien durch Wettbewerber könnten unsere Produkte und Dienstleistungen weniger wettbewerbsfähig oder gar überflüssig machen und damit ihren Absatz, die Preise der Produkte und den Umfang der Dienstleistungen wesentlich nachteilig beeinflussen. Dies trifft auch auf die Einführung von Generika oder patentierten Medikamenten durch Wettbewerber zu, was Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben könnte. Kooperationen mit Ärztinnen, Ärzten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen es uns, wichtige technologische Innovationen aufzugreifen und zu fördern.

So sind wir stets über aktuelle Entwicklungen alternativer Behandlungsmethoden informiert, sodass wir unsere unternehmerische Strategie bewerten und gegebenenfalls anpassen können.

Risiken des operativen Geschäfts

Das operative Geschäft von Fresenius ist weltweit einer Vielzahl von Risiken und umfassender staatlicher Regulierung ausgesetzt. Diese betreffen u. a. die folgenden Bereiche:

  • die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer und pharmazeutischer Produkte und Grundstoffe sowie Therapien,
  • den Betrieb und die Lizenzierung von Kliniken, anderen Gesundheitseinrichtungen, Produktionsanlagen und Laboren,
  • die Planung, den Bau, die Ausstattung und das Management von pharmazeutischen und medizintechnischen Produktionsstätten,
  • die Planung, den Bau, die Ausstattung und das Management von Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • die behördliche Genehmigung und Überwachung von klinischen und nichtklinischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten,
  • die Produktfreigaben und Genehmigungen für neue Produkte und Produktmodifikationen,
  • Prüfungen sowie Durchsichten durch Vollzugsbehörden bezüglich der Einhaltung der geltenden Arzneimittelvorschriften,
  • die Einhaltung von Sorgfaltspflichten, Gewährleistungspflichten und Regelungen zur Produkthaftung,
  • den korrekten Ausweis und die Fakturierung von Erstattungen durch staatliche und private Krankenversicherer,
  • die Rabattierung von erstattungsfähigen Pharma- und medizintechnischen Produkten sowie die Meldung von Medikamentenpreisen an Regierungsstellen,
  • die Etikettierung und Kennzeichnung von pharmazeutischen Produkten sowie deren Vermarktung,
  • die Gewinnung von qualifiziertem Personal,
  • die Vergütung für medizinisches Personal sowie finanzielle Vereinbarungen mit Ärztinnen und Ärzten und Einrichtungen, die Überweisungen von Patientinnen und Patienten veranlassen,
  • den Zugang zu sowie die Sammlung, Veröffentlichung, Nutzung und Sicherheit von Gesundheitsinformationen und anderen geschützten Daten,
  • die Einschränkung unserer Fähigkeit, Akquisitionen oder bestimmte Investitionen zu tätigen, sowie die Konditionen für solche Transaktionen.

Sollte Fresenius gegen Gesetze oder Vorschriften verstoßen, kann dies vielfältige Folgen nach sich ziehen: Insbesondere Geldstrafen, erhöhte Aufwendungen zur Erfüllung behördlicher Auflagen, der Ausschluss aus staatlichen Kostenerstattungsprogrammen oder die vollständige oder teilweise Untersagung der Geschäftstätigkeit könnten die Reputation des Unternehmens sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Wesentliche Risiken des operativen Geschäfts für den Fresenius-Konzern werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Produktion & Vertrieb sowie Qualität von Produkten und Dienstleistungen

Die Einhaltung von Produktspezifikationen und Produktionsvorschriften stellen wir durch unsere Qualitätsmanagementsysteme sicher. Diese sind u. a. gemäß den international anerkannten Qualitätsnormen ISO 9001 sowie ISO 13485 strukturiert und berücksichtigen relevante internationale und nationale Regularien. Wir setzen sie mithilfe von internen Richtlinien wie Qualitätshandbüchern und Verfahrensanweisungen um und überprüfen deren Einhaltung regelmäßig durch interne und externe Audits an Produktionsstandorten, in Vertriebsgesellschaften. Dies umfasst alle Anforderungen und Vorschriften von der Leitung und Verwaltung über die Produktherstellung und die klinischen Dienstleistungen bis hin zur PatientenzufriedenheitPatientenzufriedenheitFresenius ​Vamed ​misst ​den ​Grad ​der ​Patientenzufriedenheit ​in ​den ​VAMED-Gesundheitseinrichtungen ​und ​die ​Zufriedenheit ​der ​Patienten ​mit ​den ​in ​den ​VAMED-Gesundheits-einrichtungen ​angebotenen ​Leistungen ​insgesamt. ​Jeder ​Patient ​erhält ​bei ​oder ​unmittelbar ​nach ​der ​Entlassung ​einen ​Fragebogen, ​der ​16 ​standardisierte ​Fragen ​enthält, ​die ​für ​das ​Ziel ​Patientenzufriedenheit ​ausgewertet ​werden.. Unsere Produktionsstätten erfüllen die Anforderungen zu Good Manufacturing Practice ihrer jeweiligen Absatzmärkte. Sie werden von lokalen Gesundheitsbehörden wie beispielsweise der U.S. Food and Drug Administration (FDA) oder der European Medicines Agency (EMA) und anderen Behörden überprüft. Stellt eine Behörde dabei Mängel fest, ergreift Fresenius umgehend umfassende und geeignete Korrekturmaßnahmen.

Die Nichteinhaltung von Anforderungen der Aufsichtsbehörden in unseren Produktionsstätten oder bei unseren Lieferanten könnte regulatorische Maßnahmen zur Folge haben, u. a. Warning Letters, Produktrückrufe, Produktionsunterbrechungen, Geldstrafen oder Verzögerungen bei der Zulassung neuer Produkte. Jede dieser Maßnahmen könnte unsere Reputation schädigen sowie unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Umsatz zu generieren, und erhebliche Kosten verursachen.

Mit dem Frühwarnsystem evaluiert Fresenius qualitätsrelevante Informationen aus verschiedenen Risikofeldern, um frühzeitig Risiken zu identifizieren und Vorsorge- oder risikomitgierende Maßnahmen einzuleiten. Fresenius Kabi nutzt dafür z. B. weltweit verantwortliche Sicherheitsbeauftragte, Datenbanken, in denen Reklamationen und Nebenwirkungen erfasst werden, interne und externe Audits sowie Kennzahlen, die der internen Steuerung und Optimierung der Qualitätsprozesse dienen. Auf diese Weise können Sicherheitsprofile der Produkte weltweit erstellt und bewertet werden.

Als risikominimierende Maßnahme werden z. B. Produktrückrufe in Zusammenarbeit mit der zuständigen Aufsichtsbehörde initiiert; gleichzeitig wird die Ursache für den Rückruf genau analysiert. Gegebenenfalls werden korrigierende Maßnahmen eingeleitet, um die Umstände, die zum Rückruf geführt haben, in Zukunft zu vermeiden.

Außerdem können Änderungen von Anforderungen und Vorschriften durch Aufsichtsbehörden, die z. B. unsere Produktionsprozesse betreffen, in einer Übergangszeit zu geringeren Produktionsmengen führen oder die Produktion gefährden.

Darüber hinaus könnte die Produktion beeinträchtigt werden durch z. B. Naturkatastrophen, Störungen in der Infrastruktur, regulatorische Rahmenbedingungen, Lieferunterbrechungen, etwa bei Rohstoffen, oder technisches Versagen. Um diese Risiken zu minimieren, werden z. B. Vorräte angelegt, um kurzfristige Probleme überbrücken zu können.

Möglichen Risiken bei der Inbetriebnahme neuer Produktionsstätten oder neuer Technologien begegnen wir, indem wir Projekte sorgfältig planen und ihren Fortschritt regelmäßig analysieren und überprüfen.

In unseren Krankenhäusern und Fachkliniken erbringen wir medizinische Leistungen, die grundsätzlich Risiken unterliegen. So bergen Störungen im Prozessablauf, z. B. auch aufgrund von Naturkatastrophen oder technischem Versagen, Risiken für Patientinnen und Patienten und die Klinik. Daneben bestehen Betriebsrisiken, etwa durch Hygienemängel. Diesen Risiken begegnen wir, indem wir Abläufe strukturiert organisieren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich schulen und unsere Arbeitsweise an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausrichten. Durch ein strukturiertes Hygienemanagement bei Fresenius Helios beispielsweise sollen Infektionen innerhalb des Krankenhauses vermieden und soll deren Ausbreitung schnellstmöglich verhindert werden. Darüber hinaus arbeiten wir im Rahmen unserer Qualitätsmanagementsysteme kontinuierlich daran, die Behandlung der Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Weitere Informationen zu unserem Qualitätsmanagement finden Sie im gesonderten Nichtfinanziellen Konzernbericht.

Beschaffung

Im Beschaffungssektor entstehen mögliche Risiken hauptsächlich aus Preissteigerungen, Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten oder der mangelnden Verfügbarkeit von Rohstoffen und Gütern zum Beispiel durch unterbrochene Lieferketten, wie wir sie infolge des Krieges in der Ukraine und der aktuellen Gefährdung diverser Versorgungsrouten gesehen haben. Dem begegnen wir mit einer entsprechenden Auswahl von und Kooperation mit unseren Lieferanten, mit längerfristigen Rahmenverträgen in bestimmten Einkaufssegmenten sowie mit der Bündelung der zu beschaffenden Mengen im Konzern.

Ein weiteres Risiko besteht in mangelnder Qualität fremdbezogener Rohstoffe, Halbfertigprodukte und Bauteile. Dem begegnen wir im Wesentlichen mit präzisen Qualitätsanforderungen an unsere Lieferanten. Hierzu gehören ein strukturierter Qualifizierungsprozess, der Audits, Dokumenten- und Vorabmusterprüfungen umfasst, sowie regelmäßige Qualitätskontrollen der Anlieferungen. Wir beziehen ausschließlich qualitativ hochwertige Produkte, deren Sicherheit und Eignung erwiesen ist, von qualifizierten Lieferanten, die unseren Spezifikationen und Anforderungen entsprechen. So berücksichtigen wir bei der Evaluierung unserer Risiken und bei unseren Steuerungsmaßnahmen auch neue Anforderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen, wie beispielsweise das 2023 in Deutschland in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichten-Gesetz.

Personal

Dem potenziellen Mangel an qualifiziertem Personal wirkt Fresenius durch geeignete Maßnahmen im Employer Branding und bei der Rekrutierung, Bindung und Weiterentwicklung von Fachkräften entgegen.

Zur Steigerung der Bekanntheit und Attraktivität der Fresenius-Gruppe setzen wir im Employer Branding auf einen Mix aus verschiedenen Formaten. Kernstück ist die mehrfach ausgezeichnete Group-Karriereseite mit den Stellenausschreibungen und Video-, Bild- und Textinformationen über die Fresenius Gruppe. Zudem sind wir auf allen relevanten Social-Media-Kanälen und ausgewählten Online-Portalen zum Thema Karriere mit Profilen und eigenem Karriere-Content vertreten.

Als Dienstleister im Gesundheitssektor wollen wir ein attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen und deren Start ins Berufsleben sein.

Um die studentische Zielgruppe zu erreichen, setzen wir spezifische Hochschulmarketing-Aktivitäten um. Dazu gehören zum Beispiel Fachvorträge von Fresenius-Mitarbeitenden an Hochschulen, Print- und Online-Ads und Event-Formate an unseren Zielhochschulen. Zudem bieten wir akademischen Nachwuchskräften die Möglichkeit, vor oder während des Studiums im Rahmen eines Praktikums, einer Werkstudententätigkeit oder von Abschlussarbeiten erste praktische Erfahrungen zu sammeln und Kontakte innerhalb des Unternehmens zu knüpfen.

Um die interne Karriereentwicklung zu fördern und interne Jobmöglichkeiten möglichst transparent zu machen gibt es das globale, interne Stellenportal „stayFresenius“.

Zur Sicherung einer nachhaltigen Versorgung mit Fachkräften, bieten wir z. B. zielgruppenspezifische Programme für akademische Nachwuchskräfte mit anschließenden Bindungsprogrammen sowie umfangreiche Ausbildungsprogramme für Schülerinnen und Schüler.

Mit über 6.600 Auszubildenden und dual Studierenden zählt Fresenius zu den größten Ausbildungsbetrieben in Deutschland. Fresenius bietet bundesweit 37 Ausbildungsberufe und 31 duale Studiengänge an. Das Angebot an Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen wurde bundesweit weiter ausgebaut.

Auf der Karriere-Website und an den jeweiligen Ausbildungsstandorten wird durch verschiedene Marketingaktivitäten und Berufsorientierungsangebote (z. B. Berufsorientierungs-App Aivy, Berufsinformationstage, Nacht der Ausbildung) auf das Ausbildungsplatzangebot aufmerksam gemacht.

Je nach ihrer Kunden- und Marktstruktur verfolgen unsere Unternehmensbereiche unterschiedliche Konzepte und Maßnahmen zur Personalentwicklung. Wir stärken die Bindung an unser Unternehmen, indem wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Entwicklungsmöglichkeiten und Sozialleistungen sowie variable Vergütungs- und Arbeitszeitmodelle anbieten. Darüber hinaus fördern wir die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Dem generellen Mangel an Klinikfachpersonal begegnen wir mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen. So wollen wir qualifiziertes und motiviertes Fachpersonal gewinnen und den hohen Qualitätsstandard in der Behandlung sichern.

Für den deutschen Krankenhausmarkt gilt seit 1. Januar 2019 außerdem die „Verordnung zur Festlegung von Personaluntergrenzen in pflegeintensiven Bereichen in Krankenhäusern“ (Pflegepersonaluntergrenzenverordnung – PpUGV). Diese legt Mindestbesetzungen mit Pflegepersonal in bestimmten Bereichen des Krankenhauses fest.

Weitere gesetzliche Regelungen zu Personaluntergrenzen in weiteren bettenführenden Klinikabteilungen können den Wettbewerb um qualifiziertes Pflegepersonal noch weiter verstärken. Deshalb arbeitet Helios Deutschland intensiv an zusätzlichen Maßnahmen, um als Arbeitgeber für Pflegepersonal besonders attraktiv zu sein. Dazu gehören die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z. B. durch Kinderbetreuungsangebote an den Klinikstandorten oder die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit), attraktive Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Karrierechancen.

Der spanische Krankenhausmarkt ist in Teilen von einem Mangel an qualifiziertem medizinischen Fachpersonal geprägt. Quirónsalud führt verschiedene Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung sowie Mitarbeiterbindung durch. Hierzu zählen mitunter Personalmarketingmaßnahmen, Personalentwicklungsprogramme, marktgerechte Bezahlung sowie weitere Maßnahmen, um qualifiziertes medizinisches Fachpersonal zu gewinnen und zu binden. Des Weiteren sollen z. B. die langfristige Zusicherung des Arbeitsplatzes und attraktive Arbeitsbedingungen helfen, auch die bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu binden.

Risiken im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung und der Zulassung von Produkten

Bei der Entwicklung neuer Produkte und Therapien besteht grundsätzlich das Risiko, dass Ziele nicht oder verspätet erreicht werden. Dies gilt insbesondere auch für unsere BiosimilarsBiosimilarsBiosimilars ​sind ​Nachahmerprodukte ​von ​biotechnologisch ​hergestellten ​Arzneimitteln, ​sogenannten ​Biopharmazeutika.-Produkte von Fresenius Kabi. Die Entwicklung von Biosimilars-Produkten birgt zusätzliche Risiken, wie z. B. erhebliche Entwicklungskosten und die sich noch entwickelnden gesetzlichen Vorschriften und Zulassungsprozesse. Bis zur Zulassung eines Produkts sind kostenintensive und umfangreiche präklinische Prüfungen und klinische Studien notwendig. Es besteht auch das Risiko, dass Behörden eine Zulassung nicht oder nur verzögert erteilen oder eine bestehende Zulassung aussetzen oder widerrufen.

Zudem besteht die Gefahr, dass mögliche Nebenwirkungen eines Produkts erst nach dessen Zulassung bzw. Registrierung entdeckt werden, sodass es ganz oder teilweise vom Markt genommen werden muss. Eine solche Rücknahme kann freiwillig erfolgen oder auch durch rechtliche oder behördliche Schritte begründet sein.

So wurden im Jahr 2019 nach Rückmeldung der Europäischen Arzneimittel-Agentur European Medicines Agency (EMA) Risikominimierungsmaßnahmen für hydroxyethylstärkehaltige (HES) Produkte von Fresenius Kabi initiiert (kontrollierte Abgabe von HES-haltigen Arzneimitteln an akkreditierte Krankenhäuser, Schulungen und Briefe an Angehörige der Gesundheitsberufe sowie Warnhinweise auf der Verpackung). Basierend auf den Ergebnissen einer Studie, die die Routineanwendung von HES in akkreditierten Kliniken untersuchte, hatte sich die EMA für ein Ruhelassen der Marktzulassung HES-haltiger Lösungen ausgesprochen, wogegen Fresenius Kabi Rechtsmittel eingelegt hat. Die EU-Länder durften jedoch selbst entscheiden, ob sie das Ruhenlassen der Marktzulassung sofort umsetzen oder von einer 18-monatigen Übergangslösung Gebrauch machen.

Folgestudien sowie vergleichbare Maßnahmen könnten auch von Behörden in Nicht-EU-Mitgliedsstaaten ergriffen werden. Es wurden zwei behördenbeauflagte Studien durchgeführt, die die Langzeitsicherheit und die Wirksamkeit von unseren HES-Produkten in chirurgischen und schwerverletzten (Trauma) Patienten untersucht haben. Die entsprechenden Studienergebnisse liegen dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vor. Diese hat bestätigt, dass die Voraussetzungen für das Aufheben des Ruhenlassens der Marktzulassung erfüllt sind. Die Produkte dürfen in Deutschland wieder zugelassen werden.

Da wir Produkte für unterschiedliche Produktsegmente entwickeln, sind diese Risiken im Fresenius-Konzern breit gestreut. Wir begegnen ihnen, indem wir Entwicklungstrends kontinuierlich analysieren und evaluieren sowie die Projektfortschritte überprüfen. Zugleich überwachen wir die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für die klinische und chemisch-pharmazeutische Forschung und Entwicklung.

Bei I.V.-Arzneimitteln ist es darüber hinaus entscheidend, dass rechtzeitig und stetig neue Produkte eingeführt werden. Daher überwachen wir die Entwicklung neuer Produkte anhand detaillierter Projektpläne und orientieren uns strikt an Erfolgsfristen. So können wir Gegenmaßnahmen ergreifen, falls wir die geplanten Ziele infrage stellen müssen.

Fresenius Kabi ist typischen Patentrisiken ausgesetzt. Dazu gehört ein unzureichender Schutz der von uns entwickelten Technologien und Produkte durch Patente. Wettbewerber könnten dadurch unsere Produkte kopieren, ohne vergleichbare Entwicklungskosten tragen zu müssen.

Finanzrisiken

Währungs- und Zinsrisiken

Aus unserer globalen Ausrichtung ergeben sich vielfältige Fremdwährungsrisiken. Aus der Finanzierung der Geschäftstätigkeit können sich darüber hinaus Zinsänderungsrisiken ergeben, die auch die Werthaltigkeit unsere Vermögenswerte, insbesondere Firmenwerte beeinträchtigen können.

Um diese Risiken zu begrenzen, setzen wir u. a. derivative Finanzinstrumente ein. Wir beschränken uns auf marktgängige, außerbörslich gehandelte Instrumente und nutzen sie ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken. Die Transaktionen erfolgen im Rahmen der vom Vorstand genehmigten Limite, die in Abhängigkeit vom Rating des Kontrahenten festgelegt werden. Weitere Informationen zum Management des Fremdwährungsrisikos und des Zinsänderungsrisikos finden Sie im Konzern-Anhang.

Unser Fremdwährungsmanagement basiert auf einer vom Vorstand verabschiedeten Richtlinie. Sie legt Ziele, Organisation und Ablauf der Risikomanagementprozesse fest. Insbesondere definiert sie, wer für die Ermittlung von Fremdwährungsrisiken, den Abschluss von Sicherungsgeschäften und die regelmäßige Berichterstattung über das Risikomanagement verantwortlich ist. Die Verantwortlichkeiten entsprechen den Entscheidungsstrukturen in den übrigen Geschäftsprozessen des Konzerns. Entscheidungen über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente im Zinsmanagement fallen grundsätzlich in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Bis auf vereinzelte devisenrechtlich bedingte Ausnahmen werden die Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten unter Kontrolle des Group Treasurys des Fresenius-Konzerns getätigt. Sie unterliegen strenger interner Aufsicht. So ist sichergestellt, dass der Vorstand über alle wesentlichen Risiken und über die bestehenden Sicherungsgeschäfte stets umfassend informiert ist.

Grundsätzlich ist Fresenius gegen Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken in hohem Maße gesichert: Von den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 31. Dezember 2023 waren rund 83 % durch Festsatzfinanzierungen bzw. durch Zinssicherungen gegen einen Zinsanstieg geschützt. Somit unterlagen rund 17 % einem Zinsänderungsrisiko. Eine Sensitivitätsanalyse zeigt: Wenn die für Fresenius relevanten Referenzzinsen um 0,5 Prozentpunkte steigen, beeinflusst dies das Konzernergebnis um rund 0,65 %.

Fresenius unterliegt als globaler Konzern Fremdwährungsumrechnungseffekten. Angesichts des starken US-Geschäfts spielt dabei das Verhältnis zwischen US-Dollar und Euro eine besondere Rolle. Fremdwährungsumrechnungsrisiken werden nicht gesichert. Eine Sensitivitätsanalyse zeigt, dass eine Veränderung des US-Dollars zum Euro von 1 Cent einen jährlichen Effekt von etwa 20 Mio. € auf den Konzernumsatz, von rund 4 Mio. € auf den EBIT und von rund 3 Mio. € auf das Konzernergebnis hätte.

Als global agierendes Unternehmen verfügen wir über Produktionskapazitäten in allen wesentlichen Fremdwährungsräumen. In den Servicegeschäften decken sich unsere Umsatz- und Kostenbasis in hohem Maße. Mit einem CashflowCashflowWirtschaftliche ​Messgröße, ​die ​den ​Nettozufluss ​liquider ​Mittel ​während ​einer ​Periode ​darstellt.-at-Risk-Modell werden die Transaktionsrisiken in Fremdwährung quantifiziert bzw. gesteuert. Diese Analyse basiert dabei auf den mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Fremdwährungszahlungsströmen der nächsten zwölf Monate abzüglich der erfolgten Absicherungen. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Cashflow-at-Risk des Fresenius-Konzerns 25 Mio. €, d. h., mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % wird ein möglicher Verlust aus den Fremdwährungszahlungsströmen der nächsten zwölf Monate nicht höher als 25 Mio. € ausfallen.

Weitere Informationen zu den Finanzrisiken sind im Konzern-Anhang enthalten.

Risiken der finanziellen- und nichtfinanziellen Berichterstattung

Als börsennotiertes Unternehmen ist Fresenius verpflichtet, regelmäßig (vierteljährlich) Finanzberichte in Übereinstimmung mit den aktuellen IFRS-Vorschriften zu veröffentlichen. Es besteht daher ein Risiko, dass Fresenius die aktuellen IFRS-Vorschriften nicht einhält und/oder unsere Berichte aufgrund von Bilanzierungsfehlern keine wahrheitsgetreue und faire Finanzberichterstattung darstellen. Zusätzlich entstehen für Fresenius Risiken aufgrund von Vorschriften der nichtfinanziellen Berichterstattung. Ab 2024 werden die Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen und die entsprechenden, umfangreichen europäischen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Fresenius verbindlich.

Steuern und Abgaben

Als weltweit tätiger Konzern unterliegt Fresenius zahlreichen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Risiken, die sich daraus ergeben, werden fortlaufend identifiziert und bewertet Änderungen bei den steuerlichen Regelungen und Anpassungen, die sich aus den Betriebsprüfungen ergeben, können zu höheren Steuer- und Abgabenzahlungen führen.

Im Jahr 2023 wurde in Deutschland das Mindeststeuergesetz (MindStG) verabschiedet, welches der Umsetzung der Richtlinie der (EU) 2022/25234 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung dient, die auf dem OECD Pillar Two Model basiert. Vergleichbare Gesetzte wurden in vielen weiteren Ländern verabschiedet, in denen Fresenius Geschäftstätigkeiten ausübt. Nach dem derzeitigen Stand der Analysen sieht der Fresenius-Konzern mögliche Auswirkungen der Pillar-Two-Regelungen nur bei einer kleinen Anzahl von ausländischen Tochtergesellschaften mit geringen Auswirkungen. Demzufolge geht der Fresenius-Konzern davon aus, dass sich aus der Anwendung der aktuellen Pillar Two-Regelungen in den Geschäftsjahren ab dem 1. Januar 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernsteuerquote des Fresenius-Konzerns ergeben werden.

Sonstige Risiken

Datenschutz

Die Geschäftstätigkeit von Fresenius unterliegt zudem datenschutzrechtlichen regulatorischen Anforderungen. Dies beinhaltet die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) wie auch die Einhaltung weiterer landesspezifischer Datenschutzregelungen. Verstöße gegen diese Vorschriften oder die DS-GVO können hohe Bußgelder wie auch Reputationsschäden und Vertrauensverlust zur Folge haben. Kernelement des Datenschutzes ist die an diesen regulatorischen Vorgaben ausgerichtete, sichere und rechtmäßige Verarbeitung der personenbezogenen Daten. Dies umfasst neben Patientendaten auch die personenbezogenen Daten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Vertragspartnern und weiteren Personen.

Risikobereiche stellen dabei u. a. die Einhaltung der Datenschutzgrundsätze, der Informationspflichten, der Rechte der Betroffenen, der Vorschriften zur Risikoanalyse, der Dokumentation der Datenverarbeitungstätigkeiten wie auch die Gewährleistung der sicheren Datenverarbeitung, inklusive der Schaffung eines angemessenen Datenschutzniveaus bei nationalen und internationalen Datentransfers, dar.

Zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben hat Fresenius umfassende Datenschutz-Management-Systeme implementiert, die die entsprechenden technischen und organisatorischen Maßnahmen und Kontrollen zum Schutz personenbezogener Daten vorsehen. Die Fresenius SE & Co. KGaA sowie alle Unternehmensbereiche unterhalten Datenschutzorganisationen im Einklang mit ihren Organisations- und Geschäftsstrukturen. Dazu gehören insbesondere unabhängige Datenschutzbeauftragte, die an das jeweilige Management der Gesellschaft berichten.

Folgerichtig haben die Unternehmensbereiche, ebenfalls orientiert an ihren Organisations- und Geschäftsstrukturen, Prozesse und Standards implementiert, mit denen auch interne Vorgaben zur sicheren und angemessenen Verarbeitung personenbezogener Daten gesetzt werden.

Auch der durch die zunehmende Internationalisierung geschaffenen Abhängigkeit von Datenschutz und IT-Sicherheit bzw. Cybersecurity wird durch die Datenschutzorganisationen dadurch Rechnung getragen, dass eine ineinandergreifende und effektive Zusammenarbeit mit den entsprechenden Abteilungen implementiert wurde.

Ferner umfassen die einzelnen Datenschutz-Management-Systeme auch entsprechende Kontrollmaßnahmen, um die Einhaltung der regulatorischen und internen Vorgaben angemessen prüfen zu können.

Risiken der Informationstechnologie und Cybersecurity

Digitale Informationen sind für uns als einer der führenden Gesundheitskonzerne ein Eckpfeiler und ein Wegbereiter für unser weltweites Geschäft. Die fortschreitende Digitalisierung und digitale Transformation bietet große Chancen für die Gesundheitsversorgung mit innovativen technologischen und therapeutischen Ansätzen, die die Behandlungswege der Patientinnen und Patienten verbessern. Fresenius digitalisiert kontinuierlich seine Prozesse, erschließt mit digitalen Produktlösungen neue Märkte und berücksichtigt dabei, dass die Digitalisierung mit Cyberrisiken verbunden ist, die die Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit beeinträchtigen können.

Wir streben kontinuierlich danach, unsere Resilienz gegenüber Cyberangriffen zu stärken und unsere Cyberrisiken zu reduzieren, um Schäden für unsere Patientinnen und Patienten, Kunden und das Unternehmen abzuwenden. Dafür führen wir regelmäßige Risikoanalysen entlang unserer Wertschöpfungsketten durch, bewerten die Cyber-Bedrohungslandschaft und deren Implikationen für unsere Infrastrukturen, kritische Systeme und Daten, um adäquate Maßnahmen zur Risikominderung abzuleiten.

Zu den übergeordneten Cyber-Risiken, die die Fresenius-Gruppe ganzheitlich betreffen, zählen der Diebstahl und die Offenlegung von Personen- und Patientendaten, sowie vertraulicher Geschäftsgeheimnisse, Angriffe und damit einhergehende Ausfälle unsere IT-Infrastrukturen und Applikationen, z.B. durch Schadsoftware oder die gezielte Manipulation von Daten. Darüber hinaus bestehen Cyber-Risiken im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten unserer jeweiligen Unternehmensbereiche: Im Produktgeschäft beziehen sich diese auf die Unterbrechung von Produktions- und Logistikprozessen und den Diebstahl von geistigem Eigentum. In unseren Gesundheitseinrichtungen beziehen sich die Cyber-Risiken auf die Patientinnen und Patienten, deren Gesundheitsdaten sowie die verwendeten Medizinprodukte. Die Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen in kritischen Situationen oder die Kompromittierung von medizinischen Geräten könnte die Patientensicherheit und Behandlungseffektivität negativ beeinträchtigen.

Durch den Verlust sensibler Daten oder die Nichteinhaltung datenschutzbezogener Gesetze, Bestimmungen und Standards könnte unsere Stellung im Wettbewerb, unsere Reputation sowie das gesamte Unternehmen Schaden nehmen. Ferner könnten gegen Fresenius oder eine der Konzerngesellschaften erhebliche Geldbußen im Falle eines Datenschutzverstoßes verhängt werden. Zur Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben haben wir umfassende Datenschutz-Management-Systeme implementiert, die die entsprechenden technischen und organisatorischen Maßnahmen und Kontrollen zum Schutz personenbezogener Daten vorsehen.

Unsere Stakeholder setzen großes Vertrauen in die Cybersicherheit unserer Produkte und Dienstleistungen. Um Cyber-Risiken zu minimieren, haben wir Sicherheitsarchitekturen und -konzepte implementiert, die präventive, detektive und reaktive Maßnahmen umfassen. Cyber-Bedrohungen können wir u. a. durch Überwachungsmechanismen in unseren Netzwerken als auch auf unseren Endgeräten, wie Desktops, Servern und mobilen Geräten frühzeitig erkennen. Die Sicherheit von Anwendungen, die sensible Patienten- oder personenbezogene Daten verarbeiten, wird regelmäßig durch sogenannte Penetrationstests und Red-Teaming Übungen überprüft, die gezielte Angriffe simulieren. Kritische Systeme, wie zentrale Kommunikationssysteme oder klinische Informationssysteme, unterliegen speziellen Schutzkonzepten, die z.B. den Ausfall eines Systems aufwiegen können. Weitere Informationen über unsere Cybersecurity-Strategie, -Organisation und -Maßnahmen sind in unserem gesonderten Nichtfinanziellen Konzernbericht enthalten.

 

Risiken aus Akquisitionen, Investitionen und Transformationen

Die Übernahme und Integration von Unternehmen birgt Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Fresenius auswirken können. Vollzugsbedingungen, wie z. B. die kartellrechtliche Freigabe, die Erfüllung von Zusicherungen und Gewährleistungen und die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, sind oft Teil solcher Übernahmeprozesse. Eine Nichterfüllung dieser Vollzugsbedingungen durch eine Transaktionspartei könnte zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Parteien oder mit Dritten und so zu Ansprüchen gegen Fresenius führen.

Die Strukturen eines erworbenen Unternehmens müssen integriert, rechtliche und vertragliche Fragen gelöst und das Marketing, der Service für Patientinnen und Patienten sowie logistische Abläufe vereinheitlicht werden. Dabei besteht das Risiko, wesentliche Führungskräfte zu verlieren. Auch der Geschäftsablauf sowie die Geschäftsbeziehungen zu Kundinnen und Kunden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern könnten in Mitleidenschaft gezogen oder Change-of-Control-Klauseln in Anspruch genommen werden. Der Integrationsprozess erweist sich möglicherweise als schwieriger oder kostet mehr Zeit und Mittel als erwartet. In der Geschäftstätigkeit neu erworbener Gesellschaften könnten Risiken auftreten, die Fresenius nicht erkannt oder als nicht wesentlich erachtet hat. Vorteile, die Fresenius sich von dem Erwerb versprochen hat, treffen möglicherweise nicht oder nicht im erwarteten Maße ein. Künftige Akquisitionen könnten eine Herausforderung für die Finanzierung und das Management unseres Geschäfts darstellen. Ferner kann der Erwerb von Unternehmen zur Folge haben, dass Fresenius gegenüber Dritten direkt oder mittelbar in Haftung genommen wird oder Ansprüche gegenüber Dritten sich als nicht durchsetzbar erweisen.

Risiken aus Akquisitionen begegnen wir mit einer strukturierten und detaillierten Due Diligence vor der Akquisitionsentscheidung und mit detaillierten Integrationsplänen sowie mit einem dezidierten Integrations- und Projektmanagement danach. So können wir bei Abweichungen von der erwarteten Entwicklung frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.

Weiterhin ergeben sich durch interne Restrukturierungs- und Transformationsprozesse, wie aktuell zum Beispiel bei der Fresenius Vamed, Risiken, die finanzielle Auswirkungen auf den Fresenius Konzern haben können. Daher werden diese Prozesse jeweils sehr sorgfältig durch entsprechende Projektteams begleitet, um weitestgehend das Auftreten nicht geplanter Kosten zu vermeiden.

Durch die Dekonsolidierung der Fresenius Medical Care und dem damit einhergehenden Investitionscharakter der Beteiligung ergibt sich für den Fresenius Konzern ein Dividendenrisiko. Dieses Risiko kann durch eine Abweichung von der in der Finanzplanung geplanten Dividendenzahlung entstehen. Daher beobachten wir die Marktentwicklungen genau und passen potentielle Schwankungen dementsprechend in unserer Finanzplanung an.

Compliance-Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Fresenius unterliegt in nahezu allen Ländern umfassenden staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Darüber hinaus hat Fresenius weitere allgemein anwendbare Rechtsvorschriften zu beachten, die sich von Land zu Land unterscheiden. Sollte Fresenius gegen diese Gesetze oder Vorschriften verstoßen, kann dies vielfältige Rechtsfolgen und Reputationsschäden nach sich ziehen.

Wir müssen insbesondere Vorschriften und Auflagen zur Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte und Dienstleistungen einhalten. Weiterhin stellt Korruption über alle Unternehmensbereiche hinweg einen Kernrisikobereich dar. Darüber hinaus sind Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäsche, Sanktionen und die Einhaltung von Menschenrechten weitere wesentliche Risikobereiche. Deshalb legen wir besonderen Wert auf die strikte Umsetzung unserer Compliance-Programme und Richtlinien. Sie helfen uns, den eigenen Erwartungen wie auch denen unserer Partner zu entsprechen und unsere Geschäftsaktivitäten an anerkannten Standards sowie lokalen Gesetzen und Verordnungen auszurichten.

Bei Fresenius sind in jedem Unternehmensbereich risikoorientierte Compliance-Management-Systeme implementiert. Diese Systeme berücksichtigen die Märkte, in denen der jeweilige Unternehmensbereich tätig ist, und sind auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmensbereichs zugeschnitten. Außerdem werden Compliance-Risiken bei Fresenius mithilfe standardisierter Methoden beurteilt.

Mit unseren Compliance-Programmen setzen wir verbindliche Vorgaben für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir gehen davon aus, dass wir ausreichend Vorsorge dafür getroffen haben, dass die nationalen und internationalen Regeln beachtet und eingehalten werden. Dennoch kann auch bei einem umfassenden Compliance-Programm ein individuelles Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter oder Vertragspartner nicht ausgeschlossen werden, das dem Unternehmen Schaden zufügen könnte.

Weitere Risiken

Darüber hinaus ergeben sich für Fresenius folgende weitere Risikofelder, die Auswirkungen auf unser Geschäft und damit die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben könnten:

  • Eine erhöhte Verschuldung oder eine Verschlechterung der Liquidität können u. a. die Fähigkeit zur Zahlung von Dividenden, die Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten oder die Umsetzung der Geschäftsstrategie beeinträchtigen
  • Verstöße gegen die Vorgaben zur Einhaltung von Menschenrechten und damit verbundene Reputationsrisiken
  • Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten oder behördlichen Verfahren ergeben
  • Naturkatastrophen, terroristische Anschläge und andere unvorhergesehene Ereignisse

Versicherungen

Im Rahmen der Risikosteuerung nutzt Fresenius die Möglichkeit, bestimmte Risiken an externe Versicherer zu transferieren. Dabei ist die Fresenius Versicherungsvermittlungs- GmbH die als konzerneigener Versicherungsmakler organisierte Versicherungsabteilung des Fresenius-Konzerns zuständig und stellt für große Teile des Konzerns den angemessenen Versicherungsschutz sicher. Andere Teilkonzerne sorgen durch eigene Abteilungen für ausreichenden Versicherungsschutz. Ziel ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Vermögenswerte des Unternehmens im Zuge des Risikomanagementprozesses und mittels Besorgung eines risikogerechten Versicherungsschutzes gegen mögliche Gefahren zu schützen. Dazu kaufen wir adäquate Deckungssummen unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses ein. So verfügt Fresenius z. B. über Allgefahrenversicherungen gegen Sachschäden und Ertragsausfälle beispielsweise aufgrund von Feuer, Sturm, Wasser, Erdbeben und anderen Naturgefahren, Produkthaftungsversicherungen, Probanden- und Patientenversicherung im Rahmen klinischer Studien, Krankenhaushaftpflichtversicherungen, Umwelthaftpflichtversicherung und Umweltschadenversicherung sowie eine Directors-and-Officers-Versicherung.

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