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Natürliche Ressourcen werden überall auf der Welt immer knapper. Wir können nur dann zukunftsfähig wirtschaften, wenn wir die Rohstoffe, die uns zur Verfügung stehen, effizient nutzen. Dazu gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Abfällen – denn sie enthalten wertvolle Ressourcen, die der Produktion wieder zugeführt werden können. Im Gesundheitsbereich gelten strenge Hygieneanforderungen an die eingesetzten Materialien und an die sichere Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Mit klaren internen Vorgaben und umfassenden Kontrollen stellen wir sicher, dass diese stets eingehalten werden.

Unsere Ziele und Ambitionen

Durch ein systematisches Abfallmanagement wollen wir unseren Materialverbrauch reduzieren und anfallende Abfallmengen minimieren. So verfolgt z. B. Helios Spanien die Ambition, die Recyclingquote der in den Kliniken anfallenden Verpackungsmaterialien zu erhöhen, indem vorrangig Papier- und Leichtverpackungen verwendet werden. Damit soll verhindert werden, dass Metall-, Kunststoff- oder Blockverpackungen im Abfallmix landen, um das Recycling dieser Materialien zu fördern.

Unser Ansatz

Für Fresenius als Gesundheitskonzern gehen die fachgerechte, sichere Abfallentsorgung und die Anforderungen an Hygiene und Sterilität in Produktionsprozessen und Behandlungen in Kliniken Hand in Hand. Dabei erstreckt sich unser Ansatz von der Auswahl geeigneter Entsorgungsbehälter über Reinigungs- und Sterilisationsverfahren bis hin zur Arbeitssicherheit unserer Beschäftigten bei der fachgerechten Entsorgung von gefährlichen, z. B. infektiösen Abfällen. Auch für unsere Patientinnen und Patienten sowie für die Umwelt darf der Abfall keine Gefahr darstellen.

Der Umgang mit Abfall im Gesundheitsbereich ist streng reguliert. Alle Standorte unterliegen den jeweiligen Vorschriften und Gesetzen vor Ort. Zusätzlich sind interne Anforderungen für die Abfallentsorgung in unseren Standardverfahrensanweisungen zum Umweltschutz enthalten. Da sich die Geschäftsmodelle der Unternehmensbereiche unterscheiden, führt Fresenius das Abfallmanagement dezentral aus. Die Leitungsfunktionen der Produktionsstandorte, lokale EHS(Environmental, Health, and Safety)-Managerinnen und -Manager oder spezielle Abfallmanagerinnen bzw. -manager sind dafür verantwortlich. Eigenverantwortlich werden individuelle Risiken bewertet und bei Bedarf interne Richtlinien für den Umgang mit Abfällen festgelegt. Diese vermitteln die Verantwortlichen in Schulungen an die Beschäftigten und stellen in Kontrollen sicher, dass die Vorgaben eingehalten werden.

Nach Bedarf werden lokal Schulungen zur Abfallwirtschaft an unseren Standorten durchgeführt. Mit internen und externen Audits unserer Abfallwirtschaftssysteme sowie bei den beauftragten Entsorgungsunternehmen durch die lokalen Einheiten kann sichergestellt werden, dass die Entsorgungsunternehmen die geltenden Vorschriften einhalten.

Abfallentsorgung

Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Abfälle liegt bei den lokalen Organisationen und Gesundheitseinrichtungen. Alle Standorte sind aufgefordert, ihren Abfall gemäß lokalen, nationalen und branchenspezifischen Vorgaben zu trennen und unter Berücksichtigung von Umweltschutzmaßnahmen zu lagern, um z. B. eine Verschmutzung zu verhindern. Nicht wiederverwertbare Abfälle werden über Kompostierung, Müllverbrennung oder Mülldeponien entsorgt.

Im Marktsegment Gesundheitsprodukte erfassen wir die in den Produktionsstätten, Logistikzentren, Compounding-Zentren und den weiteren ISO-14001-zertifizierten Organisationen anfallenden Abfallmengen und kategorisieren diese nach Abfallarten und Entsorgungsmethoden. Abfälle fallen dort hauptsächlich als Nebenprodukte von Produktionsprozessen oder in der nachgelagerten Wertschöpfungskette als Verpackungsmaterial der Produktbehälter in Krankenhäusern sowie in privaten Haushalten oder Pflegeeinrichtungen an. Dies umfasst sowohl ungefährliche als auch gefährliche Abfälle, d. h. Lösungsmittel, ZytostatikaZytostatikaSubstanzen, ​die ​das ​Wachstum ​von ​Zellen, ​einschließlich ​Krebszellen, ​verlangsamen ​oder ​stoppen, ​ohne ​sie ​abzutöten. ​Diese ​Mittel ​können ​bewirken, ​dass ​Tumore ​nicht ​mehr ​wachsen ​und ​sich ​nicht ​mehr ​ausbreiten, ​ohne ​dass ​sie ​schrumpfen. oder Antibiotika.

Den größten Anteil an klassifizierten ungefährlichen Abfällen im Produktionsbereich stellen Kunststoffabfälle dar. Gefährliche Abfälle werden zu einem großen Anteil aufbereitet und für einen anderen oder ähnlichen Zweck wieder verwendet. Die intern anfallenden Abfälle werden zu einem großen Teil recycelt. Nicht recycelbare gefährliche Abfälle werden überwiegend verbrannt und ein Großteil davon wird der Energierückgewinnung zugeführt.

Im Marktsegment Gesundheitsdienstleistungen unterscheiden wir zwischen (ungefährlichen) krankenhausspezifischen Abfällen und (potenziell) gefährlichen Abfällen. An die Sammlung und Entsorgung der erstgenannten Abfälle werden aus infektionspräventiver Sicht keine besonderen Anforderungen gestellt. Sie stellen z. B. mit Wund- und Gipsverbänden, Wäsche, Einwegkleidung und Windeln den größten Anteil am Gesamtabfallaufkommen dar. Gefährliche Abfälle werden speziell fachgerecht entsorgt.

Abfallreduktion und Recycling

Wenn die Entwicklung eines Produkts in der Verantwortung einer nach ISO 14001 zertifizierten Organisation liegt, müssen in seiner Entwicklungsphase Umweltaspekte als Teil der Lebenszyklusbetrachtung berücksichtigt werden, z. B. hinsichtlich nachhaltigen, etwa recycelten Produktbestandteilen oder Verpackungsumfang. Der Einfluss der Organisation auf pharmazeutische Produkte kann aufgrund der Bedeutung der Patientensicherheit und der Anforderungen an die Produktqualität begrenzt sein.

Das Marktsegment Gesundheitsprodukte berücksichtigt Umweltaspekte bereits in der Entwicklungsphase und legt seinen strategischen Schwerpunkt zunehmend auf umweltfreundlichere Produkte.

Auch in unseren Krankenhäusern gibt es verschiedene Projekte, um die Reduzierung, das Recycling, die Vermeidung und die Wiederverwendung von Abfällen zu verbessern. Zum Beispiel wurde in Deutschland in allen Helios-eigenen Cafeterien kostenfreies Mehrweggeschirr zur Ausleihe, das standardmäßig doppelseitiges Drucken und die Nutzung von Recyclingpapier in Druckgeräten in der Verwaltung eingeführt. Lebensmittelabfälle konnten wir in Spanien im Berichtsjahr an 15 Pilotstandorten durch die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen reduzieren.

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