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Fresenius leistet weltweit wichtige Beiträge zu einer hochwertigen und bezahlbaren medizinischen Versorgung. Damit werden wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Trotz der Herausforderungen der Covid-19-Pandemie hat sich Fresenius wirtschaftlich widerstandsfähig gezeigt. Wir haben unsere im Jahresverlauf verbesserten Prognosen erfüllt.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern in der Rechtsform einer SE & Co. KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien). Wir bieten Produkte und Dienstleistungen für die DialyseDialyseForm der Nierenersatztherapie, bei der eine halbdurchlässige Membran – in der Peritonealdialyse das Peritoneum (Bauchfell), in der Hämodialyse die Membran des Dialysators – zur Reinigung des Blutes von Patientinnen und Patienten genutzt wird., das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung an. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Trägerschaft von Krankenhäusern. Zudem realisieren wir weltweit Projekte und erbringen Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen.

Konzernstruktur

Geführt von der Fresenius SE & Co. KGaA als operativ tätiger Muttergesellschaft betreiben vier rechtlich selbstständige Unternehmensbereiche (Segmente) das operative Geschäft und sind dezentral aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte keine Änderung des Geschäftsmodells des Konzerns.

  • Fresenius Medical Care bietet Dienstleistungen und Produkte für Menschen mit chronischem Nierenversagen an. Zum 31. Dezember 2021 wurden in den 4.171 Dialysekliniken des Unternehmens 345.425 Patientinnen und Patienten behandelt. Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen Dialysatoren und Dialysegeräte. Darüber hinaus erbringt Fresenius Medical Care dialysebezogene Dienstleistungen.
  • Fresenius Kabi ist spezialisiert auf Produkte für die Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Das Portfolio umfasst intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel (I.V.-Arzneimittel), BiosimilarsBiosimilarsBiosimilars sind Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln, sogenannten Biopharmazeutika.-Produkte mit den Schwerpunkten Autoimmunerkrankungen und Onkologie, klinische Ernährung sowie Infusionstherapien. Ferner bietet das Unternehmen medizintechnische Geräte sowie Produkte für die Transfusionstechnologie an.
  • Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Unter dem Dach der Holding Helios Health gehören zum Unternehmen Helios Deutschland, Helios Spanien (Quirónsalud) und die Eugin-Gruppe. Ende 2021 betrieb Helios Deutschland 90 Krankenhäuser, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZMVZ (Medizinisches Versorgungszentrum)Fachübergreifende Einrichtung zur ambulanten Krankenversorgung, die unter ärztlicher Leitung steht. Träger eines MVZ können alle Leistungserbringer (z. B. Ärzte / Ärztinnen, Apotheker / -innen, Gesundheitseinrichtungen) sein, die zur medizinischen Versorgung gesetzlich versicherter Patientinnen und Patienten ermächtigt sind.) und 6 Präventionszentren. Zu Quirónsalud gehörten zum Ende des Geschäftsjahres 49 Krankenhäuser, 88 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement in Spanien. Daneben ist Helios Spanien mit 7 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika vertreten. Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 39 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Eugin bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.
  • Fresenius Vamed realisiert Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser sowie andere Gesundheitseinrichtungen in aller Welt und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung. Das Angebot richtet sich an unterschiedliche Bereiche der Gesundheitsversorgung, sei es Prävention, Akutversorgung, Rehabilitation oder Pflege.

Fresenius unterhält ein internationales Vertriebsnetz und betreibt mehr als 90 Produktionsstätten. Die größten davon befinden sich in den USA, in China, Japan, Deutschland und Schweden.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Fresenius ist in mehr als 90 Ländern mit Tochtergesellschaften aktiv. Hauptabsatzmärkte sind Europa mit 45 % und Nordamerika mit 38 % des Umsatzes.

Fresenius Medical Care ist der weltweite Marktführer sowohl bei Dialysedienstleistungen – mit einem Marktanteil von etwa 9 %, gemessen an der Anzahl der behandelten Patientinnen und Patienten – als auch bei Dialyseprodukten mit einem weltweiten Marktanteil von rund 36 %.

Fresenius Kabi hat das Ziel, mit Produkten und Dienstleistungen einen wesentlichen Beitrag in der Therapie und Versorgung für kritisch und chronisch kranke Patientinnen und Patienten zu leisten. Insbesondere in diesem Versorgungsbereich steigt der Bedarf an qualitativ hochwertigen, modernen und bezahlbaren Therapien, da der Anteil chronischer Erkrankungen stetig zunimmt.

Fresenius Kabi zählt in großen Teilen seines Produktportfolios zu den führenden Unternehmen in Europa und hält in den Wachstumsmärkten Asien-Pazifik und Lateinamerika bedeutende Marktanteile. Des Weiteren gehört Fresenius Kabi im Bereich I.V.-Arzneimittel sowohl im US-amerikanischen Markt als auch in Europa zu den führenden Unternehmen. Diese Marktpositionen wollen wir auch in Zukunft weiter stärken und ausbauen. Weitere Informationen zur Marktstellung von Fresenius Kabi im Wirtschaftsbericht.

Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Helios Deutschland und Helios Spanien sind in ihren jeweiligen Heimatmärkten die größten privaten Krankenhausbetreiber. Die Eugin-Gruppe ist ein führender internationaler Anbieter auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin.

Fresenius Vamed ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das keine unmittelbaren Wettbewerber hat, die ein vergleichbar umfassendes Portfolio von Projekten, Dienstleistungen und Gesamtbetriebsführungen über den gesamten Lebenszyklus von Gesundheitseinrichtungen abdecken. In Zentraleuropa zählt das Unternehmen zu den führenden privaten Anbietern von Rehabilitationsleistungen. Insofern verfügt Fresenius Vamed über ein Alleinstellungsmerkmal. Je nach Geschäftsbereich konkurriert das Unternehmen daher mit international tätigen Konzernen und Konsortien ebenso wie mit lokalen Anbietern.

Externe Einflussfaktoren

Die Covid-19-Pandemie hat einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Fresenius-Konzerns. Unsere besondere Verantwortung als Teil des Gesundheitssystems haben wir auch unter den schwierigen Umständen der Covid-19-Pandemie gezeigt. Mit unseren Produkten, Dienstleistungen und Therapien haben wir weltweit viele wichtige Beiträge zur hochwertigen und bezahlbaren medizinischen Versorgung in der Covid-19-Pandemie geleistet. Trotz teilweiser staatlicher Kompensationen hatte Covid-19 in vielen wichtigen Märkten des Konzerns einen insgesamt stark negativen Effekt auf die Geschäftsjahreszahlen 2021.

Trotz der Herausforderungen der Covid-19-Pandemie hat sich Fresenius wirtschaftlich widerstandsfähig gezeigt. Die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens hat sich als vergleichsweise stabil und weitgehend unabhängig von Wirtschaftszyklen erwiesen. Die Diversifikation in vier Unternehmensbereiche und unsere globale Ausrichtung verleihen dem Konzern zusätzliche Stabilität.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das operative Geschäft des Fresenius-Konzerns blieben 2021 im Wesentlichen unverändert.

Schwankende Währungsrelationen, vor allem zwischen Euro und US$, führen zu Währungsumrechnungseffekten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz. Der Euro lag im Jahresdurchschnitt mit 1,18 US$ über dem Niveau des Vorjahres von 1,14 US$. Dies wirkte sich negativ auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021 aus. Diese Währungsumrechnungseffekte können der Gesamtergebnisrechnung entnommen werden. Zudem ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 negative Währungsumrechnungseffekte aus der Aufwertung lateinamerikanischer Währungen, insbesondere des argentinischen Pesos und des brasilianischen Reals gegenüber dem Euro.

Während die Bilanzsumme um 8 % stieg, betrug der währungsbereinigte Anstieg insbesondere aufgrund der veränderten Stichtagsrelation von 1,23 US$ zum 31. Dezember 2020 auf 1,13 US$ zum 31. Dezember 2021 lediglich 4 %.

Der Fresenius-Konzern war im Berichtsjahr in verschiedene Rechtsstreitigkeiten involviert, die sich aus seiner Geschäftstätigkeit ergeben. Obwohl sich deren Ausgang nicht vorhersagen lässt, erwarten wir aus den anhängigen Verfahren keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Weitere Angaben zu rechtlichen Angelegenheiten finden Sie im Konzern-Anhang.

Wir beobachten und bewerten länderspezifische, politische, rechtliche und finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgfältig hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Dies gilt auch für die möglichen Auswirkungen die sich aus Inflationsrisiken auf unsere Geschäftstätigkeit ergeben könnten.

Leitung und Kontrolle

Die Rechtsform der KGaA sieht folgende Organe der Gesellschaft vor: die Hauptversammlung, den Aufsichtsrat und die persönlich haftende Gesellschafterin, die Fresenius Management SE. An der Fresenius Management SE hält die Else Kröner-Fresenius-Stiftung 100 %. Die KGaA hat ein duales Führungssystem, in dem Leitung und Kontrolle strikt voneinander getrennt sind.

Die persönlich haftende Gesellschafterin, vertreten durch ihren Vorstand, führt die Geschäfte der KGaA und vertritt diese gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht grundsätzlich aus sieben Mitgliedern. Entsprechend der Geschäftsordnung des Vorstands sind diese Mitglieder für ihre jeweiligen Aufgabenbereiche selbst, für die Geschäftsleitung des Konzerns jedoch gemeinsam verantwortlich. Neben der Fresenius SE & Co. KGaA hat die Fresenius Management SE einen eigenen Aufsichtsrat. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat der Fresenius Management SE regelmäßig Bericht zu erstatten, insbesondere über Geschäftspolitik und Strategien. Des Weiteren berichtet er pflichtgemäß über die Rentabilität des Geschäfts, den laufenden Geschäftsbetrieb und alle sonstigen Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von erheblicher Bedeutung sein können. Der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE berät und überwacht zudem den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er darf grundsätzlich keine Geschäftsführungsfunktion ausüben. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht jedoch vor, dass dieser bestimmte Geschäfte nicht ohne Zustimmung des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE vornehmen darf.

Laut Artikel 39 der SE-Verordnung1 bestellt der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE den Vorstand und beruft ihn ab. Nach der Satzung der Fresenius Management SE kann er auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.

1 Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (SE-Verordnung - SE-VO)

Der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA berät und überwacht die Geschäftsführung durch die persönlich haftende Gesellschafterin, prüft und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss und nimmt die sonstigen durch Gesetz und Satzung ihm zugewiesenen Aufgaben wahr. Er ist in Strategie und Planung eingebunden sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen. Dem Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA gehören jeweils sechs Vertreter der Anteilseigner und der Belegschaft an. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA schlägt Vertreter der Anteilseigner vor. Er orientiert sich an den Vorgaben des Gesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Wahl selbst erfolgt durch die Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaA. Der Europäische Betriebsrat wählt die Vertreterinnen und Vertreter der Belegschaft im Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA.

Der Aufsichtsrat tritt mindestens zweimal pro Kalenderhalbjahr zusammen. Er bildet aus seinem Kreis zwei ständige Ausschüsse: den Prüfungsausschuss mit fünf und den Nominierungsausschuss mit drei Mitgliedern. Alle sind im Konzern-Anhang aufgeführt. Die Arbeitsweisen der Ausschüsse des Aufsichtsrats werden in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB im Kapitel Corporate Governance erläutert. Diese Erklärung findet sich auch auf der Website www.fresenius.de/corporate-governance.

Im Kapitel Coporate Governance des Geschäftsberichts wird auch das Vergütungssystem behandelt. Dort weisen wir individuell aus, welche Vergütung Vorstand und Aufsichtsrat der Fresenius Management SE sowie der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA erhalten.

Kapitalien, Aktionäre, Satzungsbestimmungen

Das Grundkapital der Fresenius SE & Co. KGaA bestand zum 31. Dezember 2021 aus 558.502.143 Stammaktien (31. Dezember 2020: 557.540.909).

Die Fresenius-Aktien sind Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Auf jede Stückaktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 1,00 €. Die Rechte der Aktionärinnen und Aktionäre regelt das Aktiengesetz.

Die Fresenius Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA ermächtigt, das Grundkapital der Fresenius SE & Co. KGaA bis zum 17. Mai 2023 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 125 Mio € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionärinnen und Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. In bestimmten Fällen kann das Bezugsrecht jedoch ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus bestehen laut Satzung vom 21. Mai 2021 folgende Bedingte Kapitalien:

  • Das Grundkapital ist um bis zu 4.735.083,00 € durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie gemäß dem Aktienoptionsplan 2003 Wandelschuldverschreibungen auf Inhaber-Stammaktien ausgegeben wurden und deren Inhaberinnen und Inhaber von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen.
  • Das Grundkapital ist um bis zu 3.452.937,00 € durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie gemäß dem Aktienoptionsplan 2008 Bezugsrechte ausgegeben wurden und deren Inhaberinnen und Inhaber von ihrem Ausübungsrecht Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt bzw. nicht von ihrem Recht auf Barausgleich Gebrauch macht.
  • Die persönlich haftende Gesellschafterin ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 17. Mai 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2,5 Mrd € zu begeben. Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Grundkapital um bis zu 48.971.202,00 € durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital III). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaberinnen und Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.
  • Das Grundkapital ist um bis zu 23.786.091,00 € durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie gemäß dem Aktienoptionsplan 2013 Bezugsrechte ausgegeben wurden oder werden und die Inhaberinnen und Inhaber dieser Bezugsrechte von ihrem Ausübungsrecht Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt.

Die Gesellschaft ist ermächtigt, bis zum 17. Mai 2023 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben und zu verwenden. Sie ist darüber hinaus ermächtigt, beim Erwerb eigener Aktien Eigenkapitalderivate mit möglichem Ausschluss eines etwaigen Andienungsrechts einzusetzen. Zum 31. Dezember 2021 hat sie von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg, Deutschland, als größter Aktionär hat der Gesellschaft am 30. Dezember 2021 mitgeteilt, dass sie 148.685.702 Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA hält. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 26,6 % zum 31. Dezember 2021.

Änderungen der Satzung erfolgen gemäß § 278 Abs. 3 und § 179 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 17 Abs. 3 der Satzung der Fresenius SE & Co. KGaA. Soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften dem entgegenstehen, bedürfen Satzungsänderungen der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Gemäß § 285 Abs. 2 Satz 1 AktG bedürfen Satzungsänderungen darüber hinaus der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Fresenius Management SE. Die Satzung der Fresenius SE & Co. KGaA befugt den Aufsichtsrat, die Satzung, soweit es ihre Fassung betrifft, ohne Beschluss der Hauptversammlung zu ändern.

Ein Kontrollwechsel hätte unter Umständen Auswirkungen auf unsere wesentlichen langfristigen Finanzierungsverträge, die marktübliche Change-of-Control-Klauseln enthalten. Diesen Klauseln zufolge können Gläubiger bei Eintritt eines Kontrollwechsels die vorzeitige Rückzahlung der ausstehenden Beträge verlangen. Bei einem Großteil unserer Finanzierungen – insbesondere bei den an den Kapitalmärkten platzierten Anleihen – muss der Kontrollwechsel allerdings mit der Zurückziehung oder einer Herabstufung des Ratings der Gesellschaft oder der entsprechenden Finanzierungsinstrumente verbunden sein.