An unsere Aktionäre

Stephan Sturm, Vorsitzender des Vorstands

2018 war ein weiteres ereignisreiches Jahr für Fresenius. Viele Entwicklungen waren positiv und haben uns weiter vorangebracht. Über die wichtigsten werde ich Ihnen gleich berichten. 2018 war auch wirtschaftlich ein erfolgreiches Jahr für Fresenius. Wir haben neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis erreicht – zum 15. Mal in Folge! Der Hauptversammlung wollen wir daher die 26. Dividendenerhöhung in Folge vorschlagen.

Aber es gab im vergangenen Jahr auch einige weniger erfreuliche Themen. Insbesondere der Rechtsstreit mit Akorn. Ursprünglich wollten wir diesen US amerikanischen Generika-Anbieter übernehmen und damit das Portfolio von Fresenius Kabi sinnvoll ergänzen. Ein Plan, der zum damaligen Zeitpunkt richtig war. Dann aber entdeckten wir bei Akorn gravierendes Fehlverhalten. Produktdaten wurden systematisch manipuliert. Ein solches Fehlverhalten ist mit unseren Werten nicht vereinbar. Nach sorgfältiger Abwägung konnte es für uns nur eine Konsequenz geben: Wir treten von unserer Kaufabsicht zurück. Dass dies zu einem komplizierten Rechtsstreit führen würde, war uns klar. Dass wir im Recht waren, aber auch. Und das haben uns die Gerichte in den USA auch endgültig bestätigt.

Die Gerichte haben auch bestätigt, dass wir das Übernahmeziel so sorgfältig geprüft hatten, wie es nur möglich war. Vorsätzliche Täuschung aber lässt sich auch auf diesem Weg nicht komplett ausschließen. Deswegen hatten wir uns die Ordnungsmäßigkeit der Bereiche, die wir im Vorhinein nicht prüfen durften, vertraglich zusichern lassen. Dass wir die Übernahme rechtzeitig stoppen konnten, zeigt, dass unser Risikomanagement funktioniert. Es zeigt auch, dass wir ohne Kompromisse und im Sinne unserer Aktionärinnen und Aktionäre für unser Recht streiten – so steinig der Weg auch sein mag.

Ebenfalls nicht erfreulich war, dass wir in der zweiten Jahreshälfte zweimal unsere Prognosen nach unten anpassen mussten – einmal den Ausblick für 2018 und einmal unsere Mittelfristziele. Das sind Sie von uns nicht gewohnt, und das ist auch nicht unser Anspruch. Die wesentlichen Ursachen waren zum einen, dass Fresenius Medical Care in Nordamerika und in einigen Schwellenländern zwar ordentlich, aber doch langsamer als erwartet gewachsen ist. Und dass sich die Fallzahlen bei Fresenius Helios in Deutschland nicht so entwickelt haben wie von uns angenommen. In beiden Bereichen haben wir bereits Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern. Daneben werden wir im kommenden Jahr zusätzliche Investitionen tätigen, die für die Zukunft wichtig und sinnvoll sind, aber unser Gewinnwachstum erst einmal bremsen. Die Mitteilungen zu den Prognoseanpassungen haben am Kapitalmarkt für Verunsicherung gesorgt, was den Aktienkurs spürbar belastet hat. Wir werden mit Nachdruck daran arbeiten, das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit und die Dynamik unseres Unternehmens wieder zu stärken.

»2018 war ein weiteres ereignisreiches Jahr für Fresenius.«

Die negativen Schlagzeilen sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass 2018 insgesamt ein erfolgreiches Jahr für Fresenius war. Währungsbereinigt haben wir den Umsatz um sechs Prozent und den Gewinn um sieben Prozent gesteigert. Damit ist 2018 unser 15. Rekordjahr in Folge. Die Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist auf über 276.000 gestiegen. Wir haben unsere Aktivitäten in allen Unternehmensbereichen erfolgreich ausgebaut und wichtige Meilensteine erreicht. Einige davon möchte ich Ihnen kurz vorstellen:

Bei Fresenius Medical Care haben wir ein neues Dialysegerät speziell für die Bedürfnisse in Schwellenländern entwickelt, die 4008A. Das Gerät ist robust und einfach zu bedienen. Es bietet den hohen Therapiestandard von Fresenius Medical Care und hält gleichzeitig die Kosten für die Gesundheitssysteme niedrig. Noch immer klafft vor allem in Asien eine riesige Behandlungslücke: Nur jeder dritte Nierenkranke dort erhält tatsächlich eine Dialysebehandlung. Mit der 4008A möchten wir dazu beitragen, einer wachsenden Zahl von Patienten den Zugang zur lebenserhaltenden Dialyse zu ermöglichen. Das Gerät wurde zunächst in Indien eingeführt, weitere Länder im asiatisch-pazifischen Raum werden nun schrittweise folgen.

FME Technologiezentrum content

2018 erfolgte der Spatenstich für ein neues, rund 8.000 Quadratmeter großes Technologiezentrum zur Entwicklung von Dialysegeräten in Schweinfurt.

Die 4008A ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Fresenius­-Expertinnen und Experten auf der ganzen Welt. Um immer bessere und für verschiedene Märkte passgenaue Dialyseprodukte anbieten zu können, erweitern wir laufend unser internationales Forschungs- und Entwicklungs-­Netzwerk. Im vergangenen Jahr haben wir in Schweinfurt mit dem Bau eines Technologiezentrums und in Bad Homburg mit der Erweiterung unseres Forschungs­ und Entwicklungs-Zentrums begonnen. Wir haben uns am US­-amerikanischen Medizinunternehmen Humacyte beteiligt und eine strategische Partnerschaft zur Einführung eines neuartigen, auf menschlichem Gewebe basierenden Gefäßzugangs für Dialysepatienten vereinbart. Und mit dem Universitätsklinikum Hamburg­-Eppendorf sind wir eine langfristige Zusammenarbeit zur Erforschung der grundlegenden Mechanismen von Nierenerkrankungen eingegangen.

Die Zahl unserer Dialysezentren haben wir weiter erhöht auf nun mehr als 3.900. Dabei wachsen wir nicht nur in unseren etablierten Märkten, sondern auch in Wachstumsmärkten wie Brasilien oder China. Unser Angebot im Bereich Versorgungsmanagement in den USA haben wir durch den Verkauf des Ärzte­Netzwerks Sound neu ausgerichtet

Fresenius Kabi hat im vergangenen Jahr zahlreiche neue Produkte auf den Markt gebracht. Das betrifft alle Bereiche unseres Portfolios, von intravenös zu verabreichenden Generika bis hin zu Infusionspumpen. Um die weiter steigende Nachfrage nach hochwertigen Arzneimitteln zu bedienen, investieren wir kontinuierlich in die Erweiterung und Modernisierung unserer Produktionsstätten. Entsprechende Maßnahmen laufen derzeit unter anderem in China, der Dominikanischen Republik, Großbritannien, Kanada, den Niederlanden und den USA. Alleine in unserem Werk in Melrose Park, nahe Chicago, investieren wir bis 2026 rund 350 Millionen Euro.

Mit diesen Investitionen sichern wir nicht nur das weitere Wachstum von Fresenius Kabi. Wir kommen auch unserer Verantwortung als Anbieter dringend benötigter Medikamente nach. Selbst in hoch entwickelten Industrienationen wie den USA kommt es immer wieder zu Lieferengpässen bei wichtigen Arzneimitteln. Durch die hohe Qualität unserer Fertigung und unser internationales Produktionsnetz sind wir häufig in der Lage, solchen Lieferengpässen zu begegnen. Im vergangenen Jahr erhielten wir von der US-­Arzneimittelbehörde FDA einen Preis für unser Engagement, Versorgungsengpässe bei intravenösen Kochsalzlösungen infolge des Wirbelsturms Maria abzumildern

Vamed content

Im Jahr 2018 wurde das deutsche Post-Akut-Geschäft von Fresenius Helios auf Fresenius Vamed übertragen. Damit konzentriert Fresenius Helios sich künftig noch stärker auf das Akut-Klinikgeschäft und dessen weitere Internationalisierung. Foto credit: Foto Wallner

Auch mit der Entwicklung unseres 2017 übernommenen Biosmilars­-Geschäfts sind wir zufrieden. Wir rechnen damit, unser erstes Biosimilar bereits in diesem Jahr in Europa auf den Markt zu bringen. Es handelt sich dabei um ein Biosimilar zu Humira®, dem derzeit umsatzstärksten Medikament der Welt. Für 2023 planen wir die Einführung in den USA. Das Bild bei Fresenius Helios ist zweigeteilt. Das internationale Geschäft läuft weiterhin hervorragend. In Spanien entwickelt sich Quirónsalud wie geplant. In Cordoba haben wir zudem ein neues Krankenhaus eröffnet und die Zahl unserer Krankenhäuser in Andalusien damit auf sechs erhöht. Darüber hinaus haben wir im Oktober die Übernahme von Clínica Medellín in Kolumbien vereinbart. Das Unternehmen betreibt in der Stadt zwei Krankenhäuser mit insgesamt 185 Betten. Nach dem Markteintritt in Peru im Jahr 2017 stärken wir damit unsere Präsenz in den wachsenden Krankenhausmärkten Lateinamerikas.

In Deutschland mussten wir dagegen mit unerwartet starkem Gegenwind kämpfen. Nach vielen Jahren steten Wachstums sanken die Fallzahlen in unseren Helios-­Häusern. Zum einen konnten wir offene Stellen in einigen unserer Krankenhäuser – insbesondere für spezialisierte Fachkräfte – nicht so schnell besetzen wie gewünscht. Und daher nicht so viele Patientinnen und Patienten behandeln wie geplant. Ein weiterer Grund war der anhaltende Trend zu ambulanten Behandlungen. Wir haben bereits wirksame Maßnahmen ergriffen, um uns auf diese Entwicklungen einzustellen.

Außerdem haben wir im vergangenen Jahr das stationäre Reha-­Geschäft im Fresenius­-Konzern neu geordnet. Hierzu haben wir 38 Gesundheitseinrichtungen und 13 Service-Gesellschaften in Deutschland mit Schwerpunkt auf stationärer Rehabilitation und Pflege von Fresenius Helios auf Fresenius Vamed übertragen. Damit haben wir die Position von Fresenius Vamed unter den führenden Anbietern der Post-­Akutversorgung in Europa gestärkt. Fresenius Helios kann sich nun noch stärker auf das Akut-­Klinikgeschäft und dessen weitere Internationalisierung konzentrieren.

Auch in allen anderen Bereichen hat sich Fresenius Vamed sehr gut entwickelt. Auf nahezu allen Kontinenten haben wir wichtige neue Aufträge erhalten. In Deutschland sind wir durch die Übernahme von Instruclean nun der führende Anbieter von Dienstleistungen rund um die Sterilgutversorgung. In St. Veit im Pongau haben wir die erste familienorientierte Kinder­-Reha in Österreich eröffnet. Und in Bad Waltersdorf haben wir die Betriebsführung eines weiteren Gesundheitsresorts übernommen. Damit umfasst das Angebot der Vamed Vitality World nun zehn Thermen und Gesundheitsresorts in Österreich und Ungarn.

Sie sehen: Fresenius steht sehr gut da. Wir haben die besten Voraussetzungen, auch in Zukunft dynamisch zu wachsen. Aber Erfolg kommt nicht von alleine. Man muss etwas dafür tun. 2019 heißt das für uns, unsere bedeutenden Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Weiterentwicklung des Geschäfts noch einmal zu steigern. Damit werden wir Fresenius für das nächste Jahrzehnt noch besser positionieren. Auch hierzu möchte ich Ihnen ein paar konkrete Beispiele geben:

Bei Fresenius Medical Care haben wir Ende Februar die Übernahme des US-­amerikanischen Medizintechnik-­Unternehmens Nx-Stage abgeschlossen. Damit haben wir unsere Position im Bereich der Heimdialyse deutlich gestärkt. Um die Heimdialyse großflächig auszubauen, müssen wir in die entsprechende Infrastruktur investieren. Wir werden aber auch noch stärker in neue Produkte investieren. Und in Wachstumsmärkte wie zum Beispiel China.

»Fresenius steht sehr gut da. Wir haben beste Voraussetzungen, auch in Zukunft dynamisch zu wachsen.«

Bei Fresenius Kabi werden wir massiv in unsere stärksten Wachstumsbereiche investieren: etwa unsere Generika, aber auch enterale Nahrung und Infusionslösungen. Außerdem werden wir in die weitere Entwicklung unseres neuen Biosimilar­-Geschäfts investieren. Damit sichern wir uns bedeutende Wachstumsmöglichkeiten in der Zukunft.

Um vom Trend zur ambulanten Behandlung zu profitieren, werden wir bei Fresenius Helios in Deutschland unsere ambulanten Angebote in einer eigenen neuen Helios­Sparte ausbauen. In einer weiteren neugegründeten Sparte werden wir attraktive neue Geschäftsmodelle aufbauen. Hierzu zählen beispielsweise Videosprechstunden außerhalb der regulären ambulanten Versorgung, Check­ups als eigenes Geschäftsfeld oder Arbeitsmedizin als Dienstleistung für Unternehmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die fortschreitende Digitalisierung der Abläufe im Krankenhaus. Und wir werden weiter daran arbeiten, Kompetenzzentren für bestimmte Krankheitsbilder zu bilden. Nicht zuletzt möchten wir 1.000 neue Pflegekräfte einstellen, um die Betreuung unserer Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.

In Spanien bauen wir ein neues Krankenhaus in Torrejón, in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Madrid. Und in Madrid selbst errichten wir das erste Protonentherapiezentrum des Landes zur Behandlung von Krebserkrankungen.

Bei Fresenius Vamed werden wir insbesondere in den Ausbau des Reha­Geschäfts in Europa investieren.

Zusätzliche Investitionen kosten zusätzliches Geld. Das drückt erst einmal auf unseren Gewinn. Deshalb erwarten wir, dass das Konzernergebnis von Fresenius 2019 in etwa auf demselben Niveau wie 2018 liegen wird. Beim Umsatz rechnen wir dagegen mit einem Anstieg um drei bis sechs Prozent. Wir gehen davon aus, dass nach diesem Jahr der Investitionen auch unser Konzernergebnis wieder dynamisch wachsen wird. Für die Jahre 2020 bis 2023 erwarten wir ein organisches durchschnittliches jährliches Ergebniswachstum von fünf bis neun Prozent. Der Umsatz soll organisch im selben Zeitraum im Schnitt um vier bis sieben Prozent pro Jahr steigen.

Dieser Ausblick basiert rein auf unseren Erwartungen für organisches Wachstum. Rechnet man kleine und mittlere Akquisitionen ein, werden die Wachstumsraten voraussichtlich jeweils um einen Prozentpunkt höher sein. Und auch große strategische Übernahmen werden weiterhin ein Treiber für unsere erfolgreiche Entwicklung sein. Hier werden wir künftig genauso sorgfältig und selektiv, gleichzeitig aber mutig und chancenorientiert vorgehen wie bisher.

Auch die langfristigen Trends für die weitere positive Entwicklung unseres Unternehmens sind weiter intakt. Der Gesundheitsmarkt wächst. Die Menschen leben immer länger. Die Nachfrage nach hochwertiger medizinischer Versorgung steigt auf der ganzen Welt. Auch die Bedürfnisse und Ansprüche verändern sich. Es geht nicht nur darum, Leben zu erhalten, sondern auch die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten bis ins hohe Alter zu steigern. Dabei bleibt die große Herausforderung, Qualitätsmedizin dauerhaft bezahlbar zu halten. Fresenius leistet hier entscheidende Beiträge und ist hervorragend positioniert, dies auch künftig und in weiter steigendem Umfang zu tun.

»Unsere vier Unternehmensbereiche werden auch in Zukunft jeder für sich eine starke und stabile Säule unseres Erfolgs sein.«

2018 hat zudem einmal mehr die Vorteile eines diversifizierten, auf vier starken Säulen ruhenden Gesundheitskonzerns gezeigt. Unsere vier Unternehmensbereiche sind in unterschiedlichen, schnell wachsenden Bereichen des Gesundheitswesens tätig. Das ermöglicht uns, Trends frühzeitig zu erkennen, flexibel auf sich ändernde Bedarfe einzugehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Gleichzeitig sorgen wir so aber auch für zusätzliche Stabilität. Eine vorübergehend langsamere Entwicklung in einzelnen Sparten können wir in der Regel durch eine schnellere in anderen ausgleichen. Auch wenn wir, wie in diesem Jahr, in einzelnen Bereichen unerwarteten Herausforderungen begegnen müssen: Dank unserer Größe und Stabilität können wir diese ohne falschen Zeitdruck fokussiert, effizient und nachhaltig angehen. In vielen Fällen sind wir auf dem jeweiligen Feld anschließend stärker als zuvor.

Nicht zuletzt können wir als großer, diversifizierter Konzern strategische Investitionen ganz anders tätigen als kleinere, auf wenige Geschäftsfelder konzentrierte Unternehmen. Wir denken nicht von Quartal zu Quartal, sondern sind langfristig orientiert. Für uns ist entscheidend, welche Entwicklungen im Gesundheitssektor bestimmend sein werden – und zwar nicht nur in den nächsten Jahren, sondern in den nächsten Jahrzehnten.

Unsere vier Unternehmensbereiche werden auch in Zukunft jeder für sich eine starke und stabile Säule unseres Erfolgs sein. Durch die zusätzlichen Querstreben, die wir einziehen, werden sie aber ein noch stabileres Fundament für weiteres Wachstum bilden. Denn wir werden künftig verstärkt die Chancen nutzen, die sich aus einer engeren Zusammenarbeit innerhalb unseres Unternehmens ergeben. In der Vergangenheit haben wir großen Wert auf Dezentralität gelegt, auf möglichst unabhängige, schlagkräftige Einheiten. Das hat viele Vorteile und diese Vorteile wollen wir auch weiterhin nutzen. An der ein oder anderen Stelle kostete es aber auch Synergien und ließ Potenziale ungenutzt. In unserer jetzigen Größe und Struktur bietet uns eine engere Zusammenarbeit zusätzliche Vorteile, davon bin ich überzeugt. Deshalb treibe ich, gemeinsam mit meinen Kollegen im Vorstand, diese Entwicklung mit Nachdruck voran.

Erste, sehr viel versprechende Maßnahmen sind bereits gestartet. So unterstützt Fresenius Medical Care beispielsweise Fresenius Kabi beim Eintritt in den Markt für Infusionslösungen in Nordamerika. In anderen Regionen der Welt ist Fresenius Kabi bereits ein führender Anbieter auf diesem Feld. Fresenius Medical Care verfügt in Nordamerika über große Fertigungs­ und Logistik­-Kapazitäten. Durch eine enge Zusammenarbeit beider Unternehmensbereiche wollen wir unsere Produktions­ und Logistikkosten niedrig halten und gleichzeitig eine hochwertige, schnelle und zuverlässige Versorgung gewährleisten.

Bei der angekündigten Übernahme von Clínica Medellín in Kolumbien durch Quirónsalud war es ebenfalls ein großer Vorteil, dass Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi schon seit vielen Jahren erfolgreich im Land tätig sind. Fresenius Medical Care betreibt bereits ein Dialysezentrum in der Clínica Medellín, und Fresenius Kabi richtet derzeit gemeinsam mit dem Krankenhaus eine Blutbank ein. Diese Zusammenarbeit wollen wir weiter ausbauen und auch auf Fresenius Vamed ausdehnen, wo wir ebenfalls insbesondere in der Andenregion weiter wachsen möchten. In Deutschland und Spanien arbeiten Fresenius Helios und Fresenius Vamed bereits sehr eng bei der Beschaffung von Medizintechnik, beim Bau von Krankenhäusern und bei nicht­medizinischen Leistungen zusammen.

Außerdem arbeiten wir daran, unsere inzwischen mehr als 270.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enger zu vernetzen. Sie alle haben das Ziel, Patientinnen und Patienten zu helfen. Da steckt ungeheuer viel Potenzial drin. Das wollen wir fördern und noch stärker für uns nutzen.

Denn bei allem bleibt für uns eines ganz klar: Das Wohl der Patientinnen und Patienten ist der Schlüssel unseres Erfolgs! Geht es ihnen gut, geht es Fresenius gut. Und dann profitieren auch Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Stephan Sturm, Vorsitzender des Vorstands